IPFS
Ein Peer-to-Peer-Protokoll, das Dateien anhand ihres Inhalts adressiert und dezentrale Web-Daten hostet.
- glossary
IPFS (auch InterPlanetary File System genannt) ist ein Peer-to-Peer-Hypermedia-Protokoll, das Dateien anhand ihres Inhalts-Hashs identifiziert – einem Content Identifier (CID) – anstatt anhand des Serverstandorts. Halten zwei Knoten dieselbe Datei vor, erzeugen sie denselben CID, sodass das Netzwerk sie beim nächstgelegenen Knoten abrufen kann. Dieses Inhaltsadressierungsmodell ist das Gegenteil von HTTP, bei dem eine URL auf einen bestimmten Server zeigt, der offline gehen kann. In Web3-Anwendungen ist IPFS eine Standard-Off-Chain-Datenschicht: NFT-Metadaten, Kunstwerke und Dokumente werden auf IPFS gespeichert, damit sie nicht dauerhaft an die teure Blockchain gebunden sind – stattdessen enthält der On-Chain-Datensatz den unveränderlichen CID. Für tokenisierte Domains kann IPFS eine dezentrale Website hosten, die aufgelöst wird, wenn jemand über ein IPFS-fähiges Gateway oder eine Browsererweiterung verfügt, und dabei herkömmliche DNS-Server vollständig umgeht.
Verwandte Schlüsselbegriffe
- IPFS
- Inhaltsadressierung
- Peer-to-Peer
- dezentraler Speicher
- CID
Mitwirkende
Namefi ist ein Kollektiv aus Ingenieurinnen und Ingenieuren, Designerinnen und Designern sowie operativ tätigen Fachleuten. Gemeinsam arbeiten sie mit großer Leidenschaft an Werkzeugen, mit denen sich Onchain-Domainnamen mühelos verwalten lassen.
Victor Zhou ist Technologiegründer und Redakteur für technische Standards mit dem Schwerpunkt auf digitaler Identität und Vertrauen. Er gründete Namefi, redigiert Ethereum Improvement Proposals und leitete zuvor bei Google Labs die Arbeit an Smart-Contract-Architekturen.
Seine Arbeit liegt an der Schnittstelle von Namensgebung, Eigentum und den Systemen, mit denen Menschen ihre Identität online nachweisen. Diese Perspektive weckt sein besonderes Interesse daran, wie Namen zwischen persönlicher Bedeutung, öffentlicher Wiedererkennung und digitaler Infrastruktur wandern.
Für Namefi redigiert und schreibt Victor über Domains als dauerhafte digitale Identität: darüber, wie Namen zu besitzbaren Onchain-Assets werden, wie Tokenisierung Verwahrung und Vertrauen verändert und was Namensgebung von den Systemen lernen kann, mit denen Menschen ihre Identität online nachweisen.
Kai Kunstmann ist ein technischer Übersetzer Mitte dreißig und lebt in Leipzig. Er absolvierte eine Ausbildung zum Mechatroniker in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen und schrieb und übersetzte jahrelang Maschinenhandbücher, bevor er zur Lokalisierung von Software und redaktionellen Inhalten zwischen Englisch und Deutsch wechselte.
Er arbeitet mit der Präzision eines guten Handbuchs: einheitliche Terminologie, keine falschen Freunde und zusammengesetzte Wörter, die ein deutscher Leser auf Anhieb versteht. Er pflegt einen Schrebergarten, restauriert alte Fahrräder und braut sein eigenes Bier — Hobbys, bei denen es sich auszahlt, vor dem Schneiden genau zu messen.
Für Namefi lokalisiert er Texte über Domains und Namensgebung ins Deutsche. Er achtet besonders auf den Umgang mit IDNs und Umlauten (ä→ae), den Unterschied zwischen .de und .eu sowie auf Markennamen, die aus den langen Zusammensetzungen entstehen, die im Deutschen so gut funktionieren.